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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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rechtſchaffen und ohne große Noth durch's Leben kommt. Das lernt ſich draußen in der Welt am beſten, und darum bleibt's dabei; du, Heinrich, gehſt in die Fremde und wirſt mir ein tüchtiger Schloſſer, der einſt mit Ehren als Meiſter beſtehen kann, und du, Marie, ſchaueſt dich unter anderen Leuten ein bischen um, während ich in der alten Weiſe weiter arbeite, und mit Gottes Hülfe in ein paar Jahren ſo viel verdiene, daß Jeder von Euch einmal einen guten Anfang hat, und ſich dann ſelber rechtſchaffen weiter bringen kann. Das iſt meine Pflicht als Vater, und Eure Pflicht iſt, mich darin zu unterſtützen durch treuen Fleiß, durch Red⸗ lichkeit und Sparſamkeit. Ein Menſch, der fleißig, redlich und ſparſam iſt, den verläßt der liebe Gott nicht. Alſo nur immer brav, dann wird es uns Allen noch gut gehen!

So ſprach der alte wackere Mann, und die Kinder wagten keine Widerrede, obgleich ihnen das Herz im Vorgefühle des Scheidens ſchon weh that, ſondern blickten nur ſtill vor ſich nieder, und eine Thräne perlte aus Marie's blauen Augen auf ihren Schooß. Vater Lindemann ſah ſie, und ergriff der Tochter Hand mit herzlichem Drucke.

»Weine nicht, Kind, und mache mir den Abſchied nicht ſchwer,« ſagte er.Denke, es handelt ſich nur um ein drei oder vier Jahre, dann ſehen wir uns wieder, und wohnen deſto glücklicher beiſammen, weil wir Alle unſere Schuldigkeit gethan haben. Nachher

wird Heinrich ehrſamer Schloſſermeiſter, wozu ich ihm

den Grund zu legen hoffe, und wenn es ihm dann eines Tages gut ergeht, nun, dann iſt ja auch für dich mit geſorgt, Mariechen, und ich kann meine Augen einſt