8
Augen und freundlich offenem Weſen in die Werk⸗ ſtatt kam.
»Grüß dich Gott, Vater!“ ſagte er und reichte dem alten Manne die Hand hin.„Immer noch an der Arbeit! Du ſollteſt dir's doch ein wenig bequemer machen, Vater. Du haſt's ja, Gott ſei Dank, nun nicht mehr ſo nöthig, da ich dir nicht mehr zur Laſt zu fallen brauche.“
»Ja, ja, Heinrich! Guten Abend auch! Du ſprichſt eben, wie du's verſtehſt!« entgegnete Vater Lindemann. „Aber laß das nur gut ſein, wir haben heute von an— deren Dingen zu ſprechen. Iſt Marie ſchon fertig mit dem Eſſen?“
»„Ja, Väterchen! Eben wollt' ich dich zu Tiſch
rufen, da ich Heinrich zu dir gehen ſah,“« rief eine
Augen und reichem, blondem Haare nickte freundlich lächelnd zur Thür herein.„Kommt nur, der Tiſch iſt gedeckt, und ſchönere Kartoffeln habt Ihr im Leben noch nicht gegeſſen, als die heute in der Schüſſel dampfen.“
Es traf ſchon zu, die Kartoffeln waren vortrefflich, und die Speckbrühe, die Marie dazu gekocht hatte, mun⸗ dete gar nicht übel, aber dennoch ſchien es heute dem
ter Lindemann nicht zu ſchmecken, und er lobte nicht ie gewöhnlich ſein Töchterchen, daß es in der Küche ſo fleißig geweſen. Die Kinder merkten wohl, daß dem Vater etwas ganz Abſonderliches im Kopfe herum⸗ gehen müſſe, und blickten einander verſtohlen, faſt ängſt⸗ lich an. »Nun denn, Kinder,“ ſagte Vater Lindemann end⸗ ich, nachdem er ſeinen mäßigen Appetit geſtillt hatte,—
helle Stimme, und ein ſanftes Geſichtchen mit blauen
ſ


