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Nur immer brav : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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machen und ihm eine Werkſtatt einzurichten oder zu kaufen, wo er ſich dann durch Fleiß und Geſchick ſein täglich Brod erwerben konnte.

Handwerk hat immer noch goldenen Boden, meinte Vater Lindemann bei ſich ſelber,man muß es nur recht verſtehen und es ordentlich betreiben! Alſo mit dem Heinrich hat es keine große Noth, wenn nur der liebe Gott ſeinen Segen gibt, aber Marie!«

Bei dem Gedanken an ſie ließ Vater Lindemann einen Augenblick die fleißige Hand und den Hobel ru⸗ hen, und ſchüttelte bedenklich den grauen Kopf.

»Es hilft Alles nichts, murmelte er nach einem

Weilchen vor ſich hin, indem er den Hobel wieder feſter griff und mit doppeltem Eifer die unterbrochene Arbeit wieder aufnahmwenn es was Rechtes werden ſoll, muß ich mich eben ein paar Jahre allein behelfen. Heute noch, nach dem Feierabend, will ich mit den Kindern noch einmal ganz ernſtlich reden. Werde ja dann hören, was ſie dazu meinen!« Marie pflückte indeß draußen im Gemüſegarten die erſten grünen Bohnen, und ſang mit heller, friſcher Stimme ein Liedchen dazu, deſſen reine, volle Töne lieblich durch das offene Fenſter der Werkſtatt zum Ohr des Vaters erklangen. Der alte Mann hörte es mit ſtiller Freude ein Weilchen mit an, ſchüttelte aber dann doch wieder den Kopf, und wiſchte eine Thräne weg, die ihm das ſonſt noch helle und friſche Auge ver⸗ dunkelte.

Ja, ja, ja, es wird mir ſchwer werden, und recht einſam und verlaſſen werd' ich mich fühlen, ſprach er vor ſich hin,aber es hilft Alles nichts, es muß

ertragen werden, denn es geſchieht ja zu ihrem Beſten.