82²
deine letzten Lebensſtunden erſchweren und verbittern,« ſagte Benjamin.„Hier in deine Hände gelobe ich feierlich, daß ich nicht ruhen und raſten will, bis ich die letzte Spur deines Vergehens ausgelöſcht und ver⸗ tilgt habe!«
„Auch ich, auch ich,“ ſtammelte die weinende Em⸗ my, und küßte die Hände des Vaters.„Oh, ich will ſparſam ſein, um das Andenken meines theuren Vaters von jedem, auch dem kleinſten Flecken zu reinigen. Das gelobe ich, Vater! Liebſter, beſter Vater!“
„Wohl, ſo kann ich in Frieden und mit danker⸗ fülltem Herzen von hinnen gehen,“ ſprach Mr. Wilſon, und ſein Auge flammte noch einmal hell und leuchtend in einem Blick voll unendlicher Liebe auf.„Gott ſegne Euch Alle mit ſeinem reichſten Segen. Lebt wohl, lebt wohl! Ich danke Euch für alle Eure Liebe und....
Die Worte verſtummten auf ſeinen Lippen. Ein Seufzer Hamilton's, das laute Schluchzen Benjamin's und Emmy's thaten kund, daß die Seele ihres Vaters und Freundes eingegangen war in den Schooß des Herrn,— eingegangen, verſöhnt mit der Welt, ver⸗ ſöhnt mit ſeinem Gewiſſen, verſöhnt mit Gott.
„Er hat ſchwer gefehlt, aber noch ſchwerer ge⸗ büßt!“ ſagte Mr. Hamilton leiſe.„Ihm iſt vergeben, und eine Stätte ihm bereitet im Himmel. Leicht ſei ſeiner irdiſchen Hülle die Erde!“———
Wieder waren einige Jahre vergangen, da kam eines Tages ein Bote von Mr. Hamilton auf Benja⸗ min Wilſon's Farm, und überbrachte zwei Zeitungs⸗ blätter, ein amerikaniſches und ein deutſches, zur Durch⸗ ſicht für die Kinder ſeines verſtorbenen Freundes. In


