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Nemesis : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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jedem Blatte war eine Stelle mit Rothſtift dick ange⸗ ſtrichen. Die im amerikaniſchen Blatte lautete, als Benjamin ſie ſeiner Schweſter vorlas, wie folgt:

Im Staate Miſſouri wurde heute ein Verbrecher gehängt, der ſich verſchiedener Mord⸗ und Raubanfälle ſchuldig gemacht, und auf friſcher That ergriffen wor⸗ den iſt. Der Mann war ein Deutſcher, Namens Solms. Ein arger Böſewicht, hat er ſeinen wohlver⸗ dienten Lohn gefunden.

Nemeſis! hatte Mr. Hamilton neben dieſe Zeitungs⸗Notiz geſchrieben.

In dem deutſchen Blatte fanden Mr. Wilſon's Kinder folgende ebenfalls roth angeſtrichene Stelle:

Eine ſeltſame faſt unglaubliche Nachricht geht uns von der Königlichen Bank zu B... zu. Vor einer Reihe von Jahren wurde der erwähnten Bank eine namhafte Summe Geldes von zwei Beamten derſelben entwendet. Beide Verbrecher ergriffen die Flucht und blieben ſpurlos verſchwunden. Einer von ihnen, der ehemalige Bank⸗Kaſſierer Peters, ließ jedoch von Jahr zu Jahr auf indirektem Wege der Bank Nachricht über ſich zukommen, und erſtattete nach und nach den Be⸗ trag des von ihm begangenen Diebſtahls zurück. Vor einigen Jahren ſtarb er in Amerika. Trotzdem hörten die Geldſendungen an die Bank nicht auf. Die hinter⸗ bliebenen Kinder meldeten den Tod ihres Vaters zu⸗ gleich mit dem Bemerken, daß ſie die Verpflichtungen des Verſtorbenen übernommen hätten, und ſie pünkt⸗ lich erfüllen würden. Dies iſt in der That geſchehen. Vor Kurzem traf die letzte Geldſendung aus Amerika ein, und wurde dadurch der ganze Schaden, den die Bank erlitten hatte, mit Zins und Zinſes Zinſen bis

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