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Nemesis : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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keine der Partheien wagte dagegen zu murren, und noch viel weniger dagegen ſich aufzulehnen. Sogar die roheſten und wildeſten Burſchen in jener, zum Theil noch heute ziemlich uncultivirten Wildniß wag⸗ ten es nie, den gehörigen Reſpekt gegen Mr. Wilſon aus den Augen zu ſetzen, und beugten ihr Haupt tiefer vor ihm, als ſie es vor irgend einem Fürſten in der alten Welt gethan haben würden.

Und doch buhlte Mr. Wilſon keineswegs um alle dieſe Ehrenbezeigungen; im Gegentheil, ſie ſchienen ihm eher unangenehm zu ſein, als ihn zu erfreuen, und nicht ſelten gerieth er in Verlegenheit, wenn er ſie nicht ablehnen, oder ihnen aus dem Wege gehen konnte, was er am liebſten immer gethan hätte.

Allgemein galt Herr Wilſon nicht allein für einen äußerſt achtbaren, ſondern auch für einen äußerſt glück⸗ lichen Mann. Es mangelte ihm allerdings nichts, was das Leben irgend angenehm machen und ver⸗ ſchönern kann. Er war reich an Geld und Gut, und beſaß noch obendrein zwei liebe Kinder, denen er, und

die ihm mit unbeſchreiblicher Zärtlichkeit zugethan

waren.

Seinen Sohn Benjamin haben wir bereits erwähnt. Er war ein herrlicher, in Kraft, Gewandtheit und Körperſchöne hervorragender Jüngling mit zugleich zartem und ſtolzem Gemüth. Die Seclaven hatten an ihm einen Aufſeher, wie ſie ihn ſich nicht beſſer wün⸗ ſchen konnten. Allerdings hielt er mit Strenge da⸗ rauf, daß ſie mit Fleiß und gehöriger Achtſamkeit ihre Arbeit verrichteten, aber er gönnte ihnen auch die nöthige Ruhe und Erholung, verſchaffte ihnen manche Ergötzlichkeit an Sonn⸗ und Feiertagen, und duldete