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Nemesis : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Wohnhaus des reichen Grundeigenthümers herum er⸗ ſtreckten ſich weithin bis an den Saum des Urwaldes ſeine Tabak⸗ Mais⸗ und Baumwollen⸗Pflanzungen. Auf dem Miſſiſſippi ſchaukelten ſich mehrere Schiffe, welche ebenfalls dem Pflanzer Wilſon gehörten, und die Beſtimmung hatten, den Ertrag der jährlichen Erndten nach New⸗Orleans zu führen, wo ſie am leichteſten und vertheilhafteſten verwerthet werden konnten. Herr Wilſon galt in der ganzen Gegend weit und breit für einen höchſt achtbaren und reſpektabeln Mann. Seine Nachbarn, denn im Laufe der Jahre hatten ſich deren mehr und mehr an den Gränzen ſeines Be⸗ ſitzthumes herum angeſiedelt, ſchätzten und liebten ihn, und hatten allerdings jeden möglichen Grund da⸗ zu, indem Mr. Wilfon Jeden von ihnen mit Herzlich⸗ keit aufgenommen und ihm in aller Weiſe Hülfe und Beiſtand geleiſtet hatte. Er half, wo er konnte. Dem Einen gab er Geld, dem Anderen Zuchtvieh, dem Dritten lieh' er ſeine Sclaven zur Lichtung und Klä⸗ rung der Wälder, und zum Aufbau der Blockhäuſer, den Vierten unterſtützte er mit Sämereien und Lebens⸗ mitteln, und dies Alles ſo vollkommen uneigennützig, daß alle Welt ihn deßhalb anſtaunte, bewunderte und hochſchätzte. Der Erkenntlichkeit ſeiner Nachbarn ver⸗ dankte er es, daß er durch einſtimmige Wahl zum Friedensrichter der Gegend ernannt, und daß ihm mannichfache Ehren bezeigt wurden, wie ſie ſonſt in Amerika nicht vorzukommen pflegen. Er übte auf ſeine zahlreichen Nachbarn einen Einfluß aus, der faſt unwiderſtehlich zu nennen war. Bei Meinungs⸗Ver⸗ ſchiedenheiten entſchied allemal ſein Ausſpruch, und