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Nemesis : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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in einer Seeſtadt, die ich dir nicht nennen werde, da ich um jeden Preis von dir loskommen will.

Oh, ich bin gar nicht neugierig, ihren Aufent⸗ haltsort zu erfahren. Helfe ſich Jeder von uns, ſo gut er kann.

So ſei es! erwiederte Peters, und entfernte ſich

ohne weiteren Gruß und Abſchied. Solms blickte ihm hohnlachend nach.

Narr! rief er aus, und rieb ſich ſchadenfroh die Hände.Narr mit deinen Reuegefühlen und ſenti⸗ mentalen Gewiſſensbiſſen! Meinetwegen härme dich zu Tode! Ich für meinen Theil will klüger handeln und ein luſtiges Leben führen, nicht jenſeit des Meeres, in dem öden, unwirthlichen Amerika, ſondern im Mittelpunkte der reizendſten Zerſtreuungen, in dem großen, herrlichen, prachtvollen Paris! Einmal dort, wer wird in dem reichen Chavalier Briſſot den ehe⸗ maligen armſeligen Bankbuchhalter Solms wieder er⸗ kennen! Es lebe Paris! Es lebe die Freiheit, der Reichthum, die Luſt und der Taumel der Freude!

Er griff nach einer Brieftaſche, die auf dem Tiſche neben ihm lag, öffnete ſie, und nahm ein Papier her⸗ aus, das er entfaltete und mit behaglicher Zufrieden⸗ heit überlas.

Es war ein geſcheiter Gedanke von mir, mur⸗ melte er dabei,daß ich neulich dem betrunkenen jun gen Franzoſen dieſen Paß aus der Taſche nahm. Er ſichert meine Flucht, und bin ich nur erſt über Frank⸗ reichs Gränze, ſo mögen die Verfolger lange ſuchen, ehe ſie den Buchhalter Solms ausfindig machen!

Sorgfältig faltete er dann den Paß wieder zu⸗