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Der Kaſſierer athmete tief und ſchwer auf.
„Jetzt verſtehe ich Alles,“ ſagte er dumpf mit ge⸗ preßter Stimme.„Auf mein Elend ſpekulirteſt du, darum beſtärkteſt du mich in meinem Hange zur Ver⸗ ſchwendung, darum hiengeſt du dich an mich, wie eine Klette, und drängteſt dich immer weiter und weiter auf den Weg des Verderbens, anſtatt als ein wahrer Freund behütend, warnend und ſchützend an meiner Seite zu ſtehen. Oh, ich durchſchaue jetzt Alles, auch deine Falſchheit und Niederträchtigkeit.“
„Nun, nun, ereifere dich nicht ſo ſehr,“ ſagte der Buchhalter ſpöttiſch.„Geſchehene Dinge ſind nicht zu ändern, und du ſollteſt mir eigentlich Dank wiſſen, daß ich dazu geholfen habe, dich in's Malheur zu brin⸗ gen. Ich ſollte meinen, daß es ſich im freien Amerika mit einem Vermögen von hunderttauſend Thalern an⸗ genehmer leben laſſen müſſe, als hier in Deutſchland mit einem kümmerlichen Jahresgehalt, welchen man noch obendrein durch eine unerträgliche Knechtſchaft verdienen muß. Friſch auf, Peters! In Amerika blüht unſer Glück! Den goldenen Samen dazu nehmen wir von hier mit.“
Der Kaſſierer ſchüttelte wehmüthig den Kopf.
„Auf Glück rechne ich nicht mehr,“ ſagte er.„Ich muß, meiner armen Kinder halber, ein Verbrechen be⸗ gehen und die Flucht ergreifen, aber das Glück werde ich nirgends finden, wie weit auch meine Füße mich bringen mögen. Was mich erwartet, iſt Kummer und Reue; darüber täuſche ich mich nicht. Aber meinen Kindern bin ich jedes Opfer ſchuldig, ſelbſt das Opfer meines ganzen zukünftigen Lebens.“
Der Buchhalter machte eine wegwerfende Geberde.


