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„Fort! Alles fort!“ ächzte der Kaſſierer, und preßte die Hände zuſammen, als ob das Blut unter den Nä⸗ geln hervorſpringen müßte.
Solms lächelte in der früheren häßlichen Weiſe, als ob er ſchon lange vorher gewußt hätte, daß von den erwähnten fünftauſend Thalern nicht ein rother Heller mehr vorhanden war.
»Schlimm!“ ſagte er.»Da wirſt du dich ein⸗ ſchränken müſſen, wenn du auf deinen Gehalt allein angewieſen biſt.“
„Aber, Menſch,“ brauste der Kaſſierer auf,— „willſt du mich denn gar nicht verſtehen? Ich habe Schulden, und muß ſie bezahlen, wenn ich nicht er⸗ warten ſoll, aus dem Dienſte gejagt zu werden?“
„Pah, ſo ſchnell geht das nicht! deine Gläubiger müſſen Geduld haben und warten. Du biſt nicht der einzige Menſch in der Welt, der in Schulden bis über die Ohren ſteckt. Schulden, ich geb' es zu, ſind ein Unglück, aber noch lange kein Verbrechen. Schulden halber verliert ein Kaſſierer bei der königlichen Bank noch lange ſeinen Poſten nicht!“
„Und doch ſchwör' ich dir, Solms, daß ich ſchimpf⸗ lich aus der Bank entlaſſen werde, wenn ich nicht bis morgen Mittag zweitauſend Thaler herbeiſchaffe,“ ſagte der unglückliche Kaſſierer mit bebender Stimme.„Hilf mir, Solms!“ rief er dann, von Todesangſt ergriffen, aus, und ſtürzte vor dem Buchhalter nieder, um ſeine Kniee zu umfaſſen.„Zweitauſend Thaler, oder ich muß — in das Zuchthaus wandern!«
Abermals blitzte eine wahrhaft teufliſche Schaden⸗ freude in des Buchhalters Augen auf, und ein trium⸗ phirendes Hohnlächeln verzerrte auf einen Moment


