——
8 4
107
lnit Dankſagungen. Doch Fels machte dem bald ein nde.
»Danken Sie meinem guten Onkel, den die Erde deckt,“ ſagte er.„Ich habe nichts gethan, als nach ſeinen Beſtimmungen behandelt. Und damit Punktum! Kein Wort weiter.«
Leinau iſt jetzt der treueſte Anhänger meines alten Freundes, und nie im Leben wieder hat er an ſeinem Worte gezweifelt.“«
„Das will ich gern glauben?« rief der Präſident aus, als der Landrath durch ſein Schweigen andeutete, daß ſeine Erzählung zu Ende ſei.„Welch ein Mann muß dieſer Fels ſein! So recht vom alten Schrot und Korn! Herr von Birkenfeld, was meinen Sie, ſolchen Mann könnte man ſich dreiſt zum Vorbilde wählen, wie?«
Herr von Birkenfeld ſchlug erröthend die Augen nieder, und ſchien ſehr in Verwirrung zu ſein. Plötz⸗ lich aber raffte er ſich wieder zuſammen, und ſagte in offener, herzlicher Weiſe:
„Herr Landrath, meinen Dank! Sie haben mich beſtraft, und mit Recht! Ich ſtehe beſchämt vor Ihnen, aber ich verſichere Sie, die Lehre, die ich aus Ihrem Munde empfangen habe, ſoll nicht wieder vergeſſen werden. Ich war bisher ſchwach und leichtfertig in Worten und Verſprechungen, aber von jetzt an ſoll es anders werden! Das herrliche Beiſpiel Ihres Freun⸗ des ſoll mir zur Beſſerung dienen! Ein Mann, ein Wort! Dieß ſei fortan der Grundſatz auch meines Lebens! Verzeihen Sie mir Alle, ich bitte Sie darum, und nie werde ich Ihnen wieder Veranlaſſung geben, ſich über mich zu beklagen!«


