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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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über meinen Neffen Fels geändert haben, ſoll derſelbe nach meinem Tode die eine Hälfte meines geſammten Vermögens, und Friedrich Leinau die andere Hälfte deſſelben erben. L.... Am 17. Auguſt 1816. Das iſt Alles, Martin, abermals keine Unterſchrift! Nur bemerke wohl, das Datum fällt mit dem Beſuche zu⸗ ſammen, den wir dem alten Herrn machten, als wir aus den Feldzügen kamen. Nun, der junge Leinau wird ſich freuen, wenn er die Nachricht erfährt.

Ei, Herr Fels, Sie werden doch nicht ſo thöricht ſein, dem Grobian, der Sie ſo arg beſchimpft hat, die Hälfte des Vermögens zu geben?« ſagte Martin.Das wäre ja wohl noch beſſer. Das Teſtament gilt nichts! Es iſt nichts unterſchrieben und unterſiegelt.

Aber es ſpricht unzweifelhaft den Willen meines ſeligen Onkels aus, entgegnete Fels.Was kümmern mich die Ausfälle des jungen Menſchen? Er wird anders reden, wenn er erſt meine Abſichten kennen lernt. Beſcheide ihn und die Herren vom Gericht zu mir.

Sie kamen, wunderten ſich über das Teſtament, er⸗ klärten aber kurz und bündig, daß es nicht die geringſte Gültigkeit habe, was Fels übrigens ſchon ohne ſie wußte. Der junge Leinau ſeufzte und ſah äußerſt blaß und niedergeſchlagen aus. Aber Fels wußte ihn zu tröſten.

Nun, Vetter, warum ſo betrübt?« ſagte er herz⸗ lich.Wir theilen natürlich, und die Sache iſt in Ordnung.

Leinau wollte anfänglich an ſolche Großmuth nicht glauben. Als er ſich aber endlich überzeugte, daß Fels nicht etwa Scherz machte, redete er allerdings ganz anders als früher, und überhäufte ſeinen Wohlthäter