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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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nung auf großen Reichthum gehegt hat. Uebrigens wollen wir doch nachforſchen, ob nicht wirklich ein Te⸗ ſtament vorhanden iſt. Unmöglich wäre es nicht.«

Fels kannte ziemlich genau die Gewohnheiten des verſtorbenen Onkels, und die Orte, wo derſelbe ſeine wichtigſten Papiere aufzubewahren pflegte. Ganz ge⸗ nau durchſuchte er erſt das Schreibepult des ſeligen alten Herrn, und dann, als er hier nichts fand, einen alterthumlichen kleinen Schrank von maſſivem Ebenholz, der eine Menge Schubfächer enthielt. Martin ſtand daneben und ſah ihm zu. Plötzlich zog Fels ein ver⸗ gilbtes Papier aus dem Kaſten hervor, und rief aus: Da haben wir's! Es iſt die Handſchrift des alten Herrn! Zwar fehlt die Unterſchrift, aber unzweifel⸗ haft iſt es ſein letzter Wille!«

In der That verhielt es ſich ſo. Es war nicht grade ein Teſtament, aber doch der Entwurf eines Solchen. Zufolge deſſelben vermachte der Onkel dem jungen Leinau ſein ganzes Vermögen, nachdem er in der Einleitung bemerkt hatte, daß der Ungehorſam ſei⸗ nes Neffen Heinrich Fels ihn veranlaßt habe, demſelben ſeine Gunſt zu entziehen.

»Da haben wir's! ſagte Fels.Der junge Menſch hat recht, er iſt der Erbe, und nur darin hat er un⸗ recht, daß er denkt, wir würden das Teſtament unter⸗ ſchlagen!«

Leſen Sie doch erſt auch die andere Seite,« ſagte Martin.Es ſteht da auch noch etwas geſchrieben.«

Fels wendete das Blatt um.

»Richtig! ſprach er.Laß doch ſehen. Hm! das lautet freilich wieder anders. Höre zu, Martin. Hier ſteht geſchrieben: In Betracht, daß ſich meine Anſichten