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freilich wohl niemals zum Vorſchein kommen würde, wenn einmal Fels in den Beſitz des Vermögens ge⸗ kommen ſei.
Fels ertrug die Andeutungen des jungen Mannes mit der äußerſten Seelenruhe, und nur die letzte Be⸗ ſchuldigung deſſelben regte ihm ein wenig das Blut auf.
»Herr Leinau,“ ſagte er,„wollen Sie damit andeu⸗ ten, daß ich das Teſtament, wenn ſich eines fände, zu unterſchlagen im Stande wäre?«
„Nun, es würde nicht das erſte Mal ſein, daß etwas dieſer Art vorkäme,“ erwiederte der junge Menſch trotzig.
lind ich ſage Ihnen,“ entgegnete Fels,„daß bei mir etwas dieſer Art nie und unter keinen Umſtänden vorkommen kann! Wenn ich ein Teſtament finde, ſo werde ich es vorzeigen, mag es zu meinen Gunſten oder zu meinem Nachtheile lauten. Ein Mann, ein Wort! Uebrigens würden Sie beſſer thun, junger Herr, Ihre Zunge zu zügeln, als rechtſchaffene Leute mit Verdäͤchtigungen zu beſchimpfen. Ich verzeihe Ihnen nur, weil Sie allerdings in Ihren Hoffnungen und Erwartungen arg getäuſcht ſein mögen. Das iſt bit⸗ ter, aber gleichwohl berechtigt es Sie nicht, mich zu beleidigen!k?
Der junge Menſch gab eine heftige Antwort, und entfernte ſich endlich auf den gebieteriſchen Wink meines Freundes Fels mit den wahnſinnigſten Drohungen, die jedes Anderen Zorn erregt haben würden. Fels zuckte nur mitleidig die Achſeln darüber.
„Der junge Menſch iſt närriſch,“ ſagte er zu Mar⸗ tin.„Aber man muß ihn entſchuldigen. Es iſt hart, ſich als Bettler zu leben wenn man ſo lange die Hoff⸗


