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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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einzutreten, daß Fels es aber ausgeſchlagen, um nicht dem Glücke eines andern Verwandten im Wege zu ſte⸗ hen, welcher mittlerweile ſeinen Poſten verſehen hatte und für den muthmaßlichen Erben des alten Herrn galt. Dieſer junge Mann hieß Leinau. Wider alles Erwarten fand ſich nun aber, nach dem Tode des On⸗ kels, daß dieſer kein Teſtament gemacht und überhaupt keine Beſtimmung über ſeine bedeutende Hinterlaſſen⸗ ſchaft getroffen hatte, in Folge deſſen nun das ganze große Vermögen von mehr als einer halben Million dem nächſten Verwandten zufiel. Dieſer nächſte Ver⸗ wandte war aber nicht jener Leinau, ſondern unſer Fels, und dieſer war nicht wenig überraſcht, als ihm von Seiten des Gerichts die Mittheilung gemacht wurde, daß er jederzeit die Erbſchaft antreten könne. Aus einigen Briefen, die Fels an ſeinen Onkel ge⸗ ſchrieben, hatte das Gericht den Aufenthaltsort deſſelben erkundet und ihm in Folge deſſen die Nachricht mitge⸗ theilt.

In Begleitung Martin's, aus deſſen Munde ich die ganze Begebenheit vernahm, reiſte Fels nach dem Wohnorte der verſtorbenen Onkels ab, um ſo ſchnell als möglich die Erbſchaftsangelegenheit in Ordnung zu bringen. Er traf hier mit dem jungen Leinau zuſam⸗ men. Der Empfang von Seiten deſſelben war nicht ſo, wie es ſich unter Verwandten wohl geziemt hätte. Leinau ſchien meinen Freund wie einen Erbſchleicher zu betrachten, der ihn um ein Vermögen betrogen, auf deſſen Beſitz er bereits mit Zuverſicht gehofft und ge⸗ rechnet hatte. Er ließ einige bittere Anſpielungen gegen Fels fallen, und gab nicht undeutlich zu verſtehen, daß der alte Herr ein Teſtament hinterlaſſen habe, das aber