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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Berührung kamen. Alle kannten ihn und ſeinen Grund⸗ ſatz, und ſein Wort galt den Leuten ſo viel, wie An⸗ derer Schwur und Handſchrift. Was er einmal geſagt hatte, ſtand feſt, wie die Pyramiden..

Um nur noch ein Beiſpiel anzuführen. Grade während meiner Anweſenheit kam ein Holzhändler aus der nahen Stadt um eine Parthie Bretter und anderes Bauholz zu einer ſehr namhaften Summe anzukaufen.

Fels ſtellte ſeinen Preis; der Mann zögerte einzuſchla⸗

gen und bat um Bedenkzeit bis zum anderen Tage. Fels bewilligte ſie ihm, und der Mann ging. Eine Stunde ſpäter meldete ſich ein anderer Holzhändler und bot für dieſelben Bretter und Bauhölzer ein volles Viertheil des von Fels geforderten Preiſes mehr. Kommen Sie morgen wieder, ſagte Fels. Ich war bei beiden Verhandlungen zugegen geweſen, und fragte Fels ganz verwundert, warum er dann das höhere Gebot nicht angenommen habe.Das iſt doch ſehr einfach,« erwiederte er.Der Erſte hat mein Wort.

Da ich ihm die Friſt bewilligt habe, ſo muß ich ſie

auch einhalten.

Er ließ ſich das nicht ausreden, obgleich tauſend Andere an ſeiner Stelle ſicher nicht ſo gewiſſenhaft ge⸗ weſen wären. Am anderen Tage kam richtig der erſte Holzhändler an, bezahlte die von Fels geforderte Summe, und Fels erwähnte es nicht einmal, das ihm geſtern ein ſo bedeutend höherer Preis angeboten war. Er nahm vielleicht tauſend Thaler weniger ein, aber er hatte ſein Wort gehalten. Was ſagen Sie dazu, Herr von Birkenfeld?«

Ich bewundere Ihren Freund, Herr Landrath, in der That, ich bewundere ihn, erwiederte der junge