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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wir ſind ja Freunde! Alſo keine Umſtände, mein Lie⸗ ber. Triff deine Wahl und Alles iſt abgemacht.

Ich weiß nicht, wie es kam, aber mir ſtanden die hellen Thränen in den Augen und zugleich konnte ich mich eines frohen, herzlichen Lachens nicht enthalten.

Behalte deine Güter, Fels, und erhalte mir nur deine Freundſchaft, rief ich aus, indem ich ihn in meine Arme ſchloß.Es iſt Alles Täuſchung und Lüge, und die Wahrheit muß heraus. Ich bin nicht arm, nicht vertrieben, ich wollte nur ſehen, ob du noch die alte Liebe und Treue in deinem Herzen bewahrteſt. Verzeihe mir, Fels, ich handelte thöricht, aber dennoch fühle ich mich glücklich, daß ich in dir ſo ganz den Al⸗ ten wiedergefunden habe.

Das hätteſt du auch ohne Probe wiſſen können, Paul, antwortete er trocken.»Nun, gleichviel! Es freut mich, daß du meines Beiſtandes nicht bedarfſt, aber noch mehr gefreut hätt' es mich doch, wenn ich dich hätte an dieſe Scholle feſſeln können. Da die Sa⸗

en nun anders ſtehen, kann ich meine Bücher und Karten wieder wegräumen. Aber natürlich denkſt du für's Erſte nicht daran, wieder abreiſen zu wollen.

Gewiß nicht in den nächſten Wochen, Fels, denn ich bin zu froh darüber, daß ich dich aufgefunden habe.

Dann ſei dir in Gnaden verziehen, ſagte er.Du bleibſt alſo, und je länger, je beſſer!«

Ich blieb, blieb den ganzen Sommer und Herbſt, bis die erſten Schneeflocken fielen und dringende Ange⸗ legenheiten mich endlich gebieteriſch nach der eigenen Heimath riefen. Während der vielen Wochen, die ich bei Fels zubrachte, konnte ich recht ſehen, wie hoch er in der Achtung aller Menſchen ſtand, die mit ihm in