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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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in der Regel den Menſchen. Jedenfalls, der Ver⸗ ſuch konnte ja nicht ſchaden.

Ich verſchaffte mir alſo vom Poſtmeiſter, der lä⸗ chelnd und zuverſichtlich in meinen Plan einging, einen Anzug, wie er zu meinem Vorhaben paßte, ließ mich bis in die Nähe des Brachberger Thales fahren, ſchickte den Wagen zurück, und ging zu Fuße auf das wirk⸗ lich reizend gelegene und dabei höchſt geſchmackvolle Landhaus zu. Vor der ganzen Vorderfronte zog ſich eine Art von Verandah hin, deren zierliche Säulen aus rothem Sandſtein von Schlingpflanzen bis oben hin umwunden waren. Innerhalb des Saͤulenganges ſtand ein Tiſch mit Stühlen, und zwei Männer ſaßen da in vertraulicher Unterhaltung. Ein Blick genügte mir, um ſofort Fels und Martin zu erkennen. Noch hatten ſie mich nicht bemerkt, und ich gewann Zeit, meine Bewegung zu bemeiſtern, die mir bei ihrem An⸗ blicke das Blut ſtürmiſch durch die Adern trieb, und mein Herz pochen machte. Endlich gewann ich Selbſt⸗ beherrſchung genug, um aus dem Hintergrunde vorzu⸗ treten und mich äußerlich ruhig den alten Freunden zu nähern. Mit abgezogenem Hute trat ich in den Säu⸗ lengang, grüßte, und bat um Erlaubniß, eine kurze Raſt halten zu dürfen. Fels warf mir einen flüchtigen Blick zu, ſchrak ſichtlich zuſammen, heftete ſein Auge ſchärfer auf meine Geſtalt, meine ärmliche Kleidung, mein Geſicht, ſprang plötzlich auf, durchbohrte mich faſt mit ſeinen Blicken, eine glühende Röthe färbte ſein edles männliches Antlitz, um gleich darauf einer er⸗ ſchreckenden Bläſſe zu weichen, und dann rief er mit einer Stimme, die vor innerer Erſchütterung hohl und bebend klang: