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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Contract oder nicht, gleichviel,« verſetzte er mit unerſchütterlicher Ruhe.Mein Wort gilt mir ſo viel, wie tauſend Contracte. Es freut mich, daß Sie ein gutes Geſchäft gemacht haben, Poſtmeiſter. Streichen Sie Ihr Geld ein, prüfen Sie die Rechnung, und dann quittiren Sie.«

»Ich kann das Geld nicht nehmen, ſagte ich.Es iſt von Ihnen erworben, Oberſt, durch Ihre Einſicht, durch Ihren Fleiß, durch Ihre geſchickte Benutzung der gegebenen Verhältniſſe! Was für Anſprüche kann ich erheben, nachdem Sie pünktlich Alles erfüllt haben, was ich von Ihnen erwarten durfte.«

Lieber Poſtmeiſter, entgegnete er mir mit ernſter Freundlichkeit,ich verzeihe Ihnen Ihre Weigerung, weil ich vermuthe, daß Sie mich noch nicht genügend kennen. Als ich Ihr Anerbieten vor zwei Jahren an⸗ nahm, geſchah es in der natürlichen Vorausſetzung, daß Sie, wie Sie Weſterns Verpflichtungen übernah⸗ men, ſo auch den Nutzen ziehen müßten, der Jenem zu Theil geworden ſein würde, wenn er ſein Wort gehal⸗ ten hätte. Ich ſprach das auch aus, und wenn Sie mich nicht verſtanden, ſo iſt es Ihre Schuld, nicht die meine. Bei mir aber heißt es:Ein Mann, ein Wort!« hat ſo geheißen, und wird ſo heißen mit Gottes Hülfe, bis ich einſt meine Augen zuſchließe. Das iſt mein Grundſatz. Jeder Menſch ſollte einen ſolchen Grundſatz haben, der gewiſſermaßen der Grund iſt, auf den ſich ſein Leben aufbauet. Wie der Grund, ſo das Gebäude. Nun werden Sie mich ſchon beſſer verſtehen, lieber Poſtmeiſter, alſo machen Sie keine Um⸗ ſtände weiter. Sie brauchen meinetwegen nicht das