allem Nothwendigen ausgeſtattet, daß ich am anderen Morgen unſerem Martin eine vollſtändige Uniform ab⸗ treten konnte. Da wir ziemlich von gleicher Größe und Figur waren, ſo paßte ſie ihm beſſer, als wenn ſie ihm ein ſchlechter Schneider auf den Leib gemeſſen hätte, und königlich ergötzte ich mich über ſeine kindiſche Freude, als er ſich, zum Soldaten umgewandelt, im Spiegel betrachtete. Piſtolen, Seitengewehr und Büchſe hatte ich gleichfalls zur Hand, und nur ein Pferd fehlte noch, um ihn vollſtändig zum berittenen Jäger zu machen. Aber auch dafür gab es Rath. Ein Ka⸗ merad von mir hatte ſich wenige Tage vorher ein neues Pferd angeſchafft, und beabſichtigte, ſein altes zu ver⸗ kaufen. Wir gingen zu ihm, und wurden ohne Mühe handelseinig. Das Pferd war ein hübſcher Brauner mit weißer Bläſſe. Aber erſt, als ich es gekauft hatte, fiel mir ein, daß ich noch gar nicht einmal wußte, ob Martin auch reiten könne, und fragte ihn haſtig danach.
„»Ei freilich, Herr!« antwortete er zu meinem Troſte. „Ehe ich zum alten Herrn Fels kam, war ich Jokey beim franzöſiſchen Geſandten, und auch nachher kam ich nicht aus der Uebung, da ich oͤfters das Pferd des jungen Herrn Fels reiten mußte, wenn er verreist war oder ſonſt keine Zeit hatte. Ja, darüber können Sie ruhig ſein!“
In der That, als er ſich in den Sattel ſchwang und das Pferd umher tummelte, ſah ich wohl, daß er die Wahrheit geſprochen hatte. Sitz, Haltung und Zügelführung ließen nichts zu wünſchen übrig.
„Bravo! Bravo! mein lieber Martin!“ rief ich, ganz zufrieden geſtellt.„Und jetzt reiten Sie ſo ſchnell


