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Ein Mann, ein Wort : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Fels reich genug, die nöthigen Auslagen für dich zu machen? 22 Der ehrliche Burſche ſah mich etwas verblüfft an. Nein, Geld hat er nicht, erwiederte er ganz klein⸗ laut,denn er hat nur eben erſt ſeine letzten acht Groſchen mit mir getheilt. Aber, fuhr er zuverſicht⸗ lich fort,das thut nichts! Wenn er's nicht hat, ſo ſchafft er's. Er hat's verſprochen, und das wäre gewiß das erſte Mal, wenn er ſein Verſprechen nicht hielte.«

Das felſenfeſte Vertrauen des Burſchen war wirk⸗ lich rührend, hob aber auch Fels nicht wenig in mei⸗ ner Achtung. Was für ein Mann mußte das ſein, der ein großes Vermögen in die Schanze ſchlug, nur um der einmal erkannten Pflicht Genüge zu leiſten, und welche Feſtigkeit des Charakters mußte er ſtets bewie⸗ ſen haben, um ein Vertrauen einzuflößen, das ſo un⸗ erſchütterlich war, wie Martin's Zuverſicht. Dieſen Mann mußte ich nothwendig näher kennen lernen, und Martin's Verlegenheit ſchien mir den nächſten Weg dazu zu bahnen.

Es iſt gut, mein Burſche, ſagte ich.Auch ich zweifle nicht daran, daß Fels Mittel und Wege finden wird, ſein Wort einzulöſen, aber ich denke, wir wollen ihm die Sache ein wenig erleichtern. Du haſt kein Quartier für dieſe Nacht?«

O ja, ein ſehr großes unter freiem Himmel!

Das möchte für die Behaglichkeit ein wenig zu groß ſein. Geh' mit mir! Ich habe Platz, und mor⸗ gen früh wollen wir weiter reden!

Wir brachen auf und begaben uns in meine Woh⸗ nung. Mein guter Vater hatte mich ſo reichlich mit