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auch ein Pferd beſaß, das von keinem anderen, ſelbſt nicht von meinem Rappen, an Schönheit, Kraft und Feuer übertroffen wurde. Das war Alles, was man mir mittheilen konnte, und obgleich ich gern mehr über ihn gewußt hätte, wagte ich doch nicht, ihn ſelber zu befragen, weil ich eine zurückweiſende Antwort befürch⸗ tete. Da fügte es, wie geſagt, ein Zufall, daß wir uns einander mehr näherten, und ſehr bald nachher die allerinnigſten Freunde wurden.
Eines Tages hatten wir bis zum Einbruch der Dämmerung unſeren Waffen⸗Uebungen obgelegen, und es war ſchon ziemlich dunkle Nacht geworden, ehe ich mein Quartier erreicht, mein Pferd beſorgt, und meine Waffen für den folgenden Tag in Ordnung gebracht hatte. Nach erfüllter Pflicht hing ich meinen Mantel um, und begab mich durch die nächtlichen Straßen nach einem Orte, wo mehrere Bekannte Abends zuſammen zu kommen pflegten, um in vertraulicher Unterhaltung ihre Anſichten und Meinungen, ihre Hoffnungen und Befürchtungen über den Gang der naͤchſten, großen Begebenheiten auszutauſchen. Sorglos eilte ich mit raſchen Schritten vorwärts, bis der Klang einer Stimme mein Ohr traf, welche augenblicklich meiner Eile Zügel anlegte und mich zwang langſamer zu gehen. Es war die Stimme unſeres ſonſt ſo ſchweigſamen Kameraden Fels, und er ſprach eben jetzt mit einer Lebhaftigkeit, welche ihn ganz vergeſſen ließ, daß er auf der offenen Straße leicht Zuhörer finden konnte.
„Armer Junge!“ ſagte er in mitleidigem Tone zu einem Begleiter, der an ſeiner Seite langſamen Schrit⸗ tes dahin ging,—„da kann ich freilich deine Betrübniß
Ein Mann, ein Wort. 2


