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Denn,“— ſetzte er lächelnd hinzu,—„die Pfarrſtellen wachſen nicht auf den Bäumen, und noch manches Jahr mag vergehen, ehe mir das Glück zu Theil wird, eine zu bekommen.“
„Du hältſt es alſo für ein Glück, Pfarrer zu wer⸗ den?« fragte Rudolph mit ganz eigenthümlichem Aus⸗ drucke.
„Gewiß,“ erwiederte Fritz verwundert.„Zweifelſt du etwa daran? Für das großte Glück meines Lebens halte ich es. Denke nur, ich könnte als Pfarrer meine alte Mutter zu mir nehmen, und hätte einen Wirkungs⸗ kreis gefunden, der mir Gelegenheit zu ſegensreicher Thätigkeit gibt. Was könnte ich Höheres und Beſſeres verlangen? Aber wie geſagt, dieſes Glück ſcheint mir vorläufig noch in höchſt nebelgraue Ferne gerückt!«
„Und doch iſt es dir vielleicht näher, als du denkſt,« ſagte Rudolph.„Wie du weißt, hat mein Vater mehrere Pfarrſtellen auf ſeinen Gütern zu vergeben. Eine da⸗ von, ſo ziemlich die beſte, iſt gerade erledigt. Was meinſt du, ſoll ich dich bei meinem Vater in Vorſchlag bringen?“
Fritz zuckte die Achſeln.
„Dein Vater wird ſchwerlich einen Pfarrer einſetzen, der eben erſt ſeine Kandidats⸗Prüfung beſtanden hat,“ ſagte er..
„Nun, ich weiß doch nicht, Fritz!“ entgegnete Ru⸗ dolph.„Anfänglich, als ich dich zu der Stelle vor⸗ ſchlug, wollte er freilich nichts von dir wiſſen. Als wir aber vor einigen Tagen hierher kamen, und Er⸗ kundigungen über dich einzogen, als wir von allen Sei⸗ ten dein Lob erſchallen hörten, als man uns erzählte,


