wie brav und wacker du dich durchgeſchlagen, als wir
deiner Prüfung beiwohnten, da änderte mein Vater ſeine
Anſicht, und...“
„Nun, und?« fragte Fritz in äußerſter Spannung, als Rudolph zögerte.
„Und— fertigte hier dies Anſtellungs⸗Patent aus,“ fuhr Rudolph fort, und warf dem Freunde ein großes Schreiben zu.„Der neue Pfarrer von Zwingenberg heißt Fritz Halmer, und er kann mit vollem Rechte ſa⸗ gen, daß er ſich die Stelle ſelber erobert hat durch ſei⸗ nen braven, rechtſchaffenen Lebenswandel unter den un⸗ günſtigſten Verhältniſſen, und durch ſeinen eigenen Fleiß. Ich wuͤnſche dir Gluͤck, Fritz, und freue mich, daß wir
künftig immer einander nahe bleiben werden!“
Fritz hatte muthig gegen die Stürme des Lebens angekämpft, ohne zu murren oder Klage zu fuhren. Der Sonnenſchein des Glückes aber, der ihm zum erſten Male lächelte, übermannte ihn. Er brach in Thränen aus, und warf ſich an die Bruſt ſeines Freundes, der
2 Mühe hatte, nach und nach ſein aufgeregtes Gefühl zu
beſchwichtigen. Endlich gelang es ihm, und er konnte
„Fritz zu ſeinem Vater führen, der ihn mit Herzlichkeit willkommen hieß, und allen Dank für die verliehene
Pfarrſtelle ablehnte.
Danken Sie es Ihrem Fleiße und Ihrer eiſernen Conſequenz, daß Sie mein Pfarrer geworden ſind,“ ſagte er.„Sie werden Ihrer Gemeinde ein Muſter und Beiſpiel ſein, daß ſich auch das Schwerſte durchführen läßt, wenn man nur guten Willen, Ausdauer, Muth und Geduld hat! Und ſo ſeien Sie mir als Pfarrer von Zwingenberg herzlich willkommen!“——
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