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„Ja, das will ich, obgleich ich im Voraus weiß, daß ich von dort nichts erwarten darf. Aber auf ein paar Tage kommt es allerdings nicht an.“
Am dritten Tage nach dieſer Unterredung traf der erwartete Brief ein. Der Pfarrherr meldete, daß der junge Herr Baron nichts weiter für Fritz thun könne.
„Es überraſcht mich nicht,“ ſagte dieſer kalt.„Ich habe nichts Anderes erwartet.“
Noch am nämlichen Tage ſchnürte er ſein Bündel, nahm herzlichen Abſchied von der Frau Kilian, und machte ſich zu Fuß auf den Weg nach Halle.——
Drei Jahre ſind vergangen,— drei lange, ſchwere Jahre für Fritz Halmer. Wir finden ihn wieder in einem kleinen, engen, ärmlichen Dachkämmerchen, in dem ſich nichts befindet, als ein Strohſack mit einer alten Woll⸗Decke, der zum Bette dienen muß, ein wackeliger Tiſch, ein Stuhl, eine alte Kaffee⸗Maſchine, und ein Bücher⸗Regal, auf welchem wohlgeordnet eine ziemliche Anzahl Bücher paradirt,— das einzig Werthvolle, was in dem Kämmerchen zu finden iſt. Fritz lebt noch; er hat ſich alſo durchgeſchlagen die drei Jahre hindurch; aber wie elend, wie armlich und jammervoll es ihm waͤhrend dieſer Zeit ergangen ſein mag, das zeigt ein Blick auf ſeine hagere Geſtalt, auf ſein abgemagertes, bleiches Geſicht. Er iſt nicht mehr der alte, friſche, lebensfrohe Fritz von früher; ſchwere Sorgen haben frühzeitig ſeine Stirn gefurcht, und einen ſchmerzlichen Zug um ſeine Lippen gegraben. Nur das helle, klare, blitzende Auge iſt noch das alte,— Entſchloſſenheit, Ausdauer und Muth leuchten daraus hervor. Wenn


