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Fritz auch körperlich gebeugt und leidend ſein mag, der Geiſt iſt noch friſch und ungebrochen, und heute viel⸗ leicht friſcher als jemals, denn er hat heute ſeine letzte Kandidats⸗Prüfung beſtanden, und zwar ſo glänzend, ſo ausgezeichnet, ſo ehrenvoll beſtanden, wie es noch ſelten Jemandem gelungen iſt. Die Profeſſoren haben ihn umarmt, und die Studenten ihn angeſtaunt und mit Glückwünſchen überhäuft. Er aber hat ſich ganz in der Stille von dem Schauplatze ſeines Triumphes entfernt, und iſt auf ſein Dachkämmerchen geſchlichen, wo er nun auf dem Stuhle ſitzt, und mit nachdenklichem Blicke ſeine Umgebungen muſtert. ¹ »Wenn ich Alles verkaufe, wird der Erlös gerade ausreichen,« murmelte er vor ſich hin.„Aber freilich, von meinen Büchern mich zu trennen, wird mir ſchwer. Hilft aber kein Sträuben! Die Koſten des Examens
ſchenkt mir Niemand, und doch müſſen ſie bezahlt wer⸗ den!«
Mit wehmüthigen Blicken muſtert er ſeine Bibliothek auf dem Bücher⸗Regale, und ſchüttelt dann traurig den Kopf, vielleicht um eine Thräne abzuſchütteln, die an ſeinen Wimpern hängt. 9
Da klopfte es an die Thür.
„»Herein!« rief Fritz, und wiſchte mit der Hand
ſchnell die letzte Spur der verrätheriſchen Thräne weg. „Herein!«
Die Thür wurde geöffnet, ein junger, fein gekleide⸗ ter Herr von vornehmer Haltung und edlem Ausſehen trat herein, blieb an der Schwelle ſtehen, und betrach⸗
tete ſchweigend Fritz und ſeine Umgebung in dem ärm⸗


