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Dies war freilich ein niederſchmetternder Donner⸗ ſchlag für den armen Fritz. Er ſaß erſt eine ganze Weile bleich und ſtumm, und dann ſchoß ein heftiger Thränenſtrom aus ſeinen Augen.
„Der gute, liebe, alte Herr!« klagte er.„Mir iſt, wie wenn mir ein Vater geſtorben wäͤre! Das iſt ein harter, ſehr harter Verluſt für mich!«
Er weinte lange und ſchmerzlich, und Frau Kilian vermiſchte endlich ihre Thränen mit den ſeinigen. End⸗ lich faßte er ſich mit Gewalt, und ſtand auf, um zur Ruhe zu gehen.
„Laſſen Sie's gut ſein, Frau Kilian,“ ſagte er. „Das Weinen und Jammern hilft zu nichts. Ich muß
den Schlag eben verwinden, ſo gut es gehen will. Was
nun aus mir werden ſoll, wenn ich meinen Gönner
und Wohlthäter verloren habe, weiß ich freilich nicht; aber Gott, das hoffe ich, wird mich nicht ganz verlaſſen! Gute Nacht!“
Er drückte der alten Frau die Hand, und begab ſich in ſein Kämmerchen, aber— nicht zur Ruhe. Er fand ſie nicht. Das Andenken an ſeinen Wohlthäter, und der Gedanke an die traurigen Folgen, die ſein Tod für ihn unfehlbar haben mußten, ſcheuchten den Schlaf von
ſeinen Augen. Erſt lange nach Mitternacht drückten
ihm Müdigkeit und Erſchöpfung die Augen zu, und er ſchlummerte bis zum hellen lichten Morgen. Geſtärkt und innerlich gekräftigt erwachte er. Er kleidete ſich an, und ging dann in das Stuͤbchen ſeiner Hauswirthin. Als er eintrat, blickte Frau Kilian ihn forſchend an. Ein wehmüthiges Lächeln ſchwebte um
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