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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wirklich gut mit mir meinſt, ſo darfſt du mich in meiner Art und Weiſe nicht ſtören!«

Gut denn, ſagte Rudolph nach einer Pauſe ſtillen Nachdenkens.Ich bewundere deine Genügſamkeit, und will mich dir länger nicht aufdrängen; aber Eines mußt du mir verſprechen.

Und was?

Daß du dich ohne alle Umſtände an mich wenden willſt, wenn du, was Gott verhüte, einmal in wirkliche Noth gerathen ſollteſt. Verſprich mir das!«

»Hier haſt du meine Hand und mein Wort darauf!« verſetzte Fritz mit einer gewiſſen Feierlichkeit.Falſche Scham ſoll mich nie abhalten, deine Freundſchaft in Anſpruch zu nehmen. Aber ſo lange meine eigene Kraft ausreicht, mich durchzuſchlagen, will und darf ich Nie⸗ mandem beſchwerlich fallen, auch meinem beſten Freunde nicht.«

Mit dieſen Worten war das Geſpräch zu Ende, und der Gegenſtand deſſelben wurde nicht wieder zwi⸗ ſchen den Beiden berührt, obgleich ſie täglich beiſammen waren, und faſt unzertrennlich von einander ſchienen.

Die Zeit verging; die Jahre flogen raſch dahin, und Nichts änderte ſich in Fritzens Verhältniſſen. Es gelang ſeiner Sparſamkeit, mit dem Geringen, was der alte Oberſt⸗Wachtmeiſter ihm ausgeſetzt hatte, durchzu⸗ kommen, ohne Schulden zu machen. Aber nun ſtand ein Wendepunkt ſeines Schickſals nahe bevor. Er hatte mit Rudolph zuſammen das Abgangs⸗Examen nicht nur glücklich, ſondern auf die ausgezeichnetſte Weiſe beſtan⸗ den, und mußte ſich nun entſchließen, eine Univerſität zu beziehen. Daß er dies thun müſſe, ſtand feſt bei ihm, nur war es ſehr die Frage, ob er auch auf der