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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mich der rohe Menſch jämmerlich durchgeprügelt, und würde es alle Tage bei jeder Gelegenheit wieder ge⸗ than haben. Daß ich vor ſeinen Brutalitäten und Rohheiten geſichert bin, dank' ich dir. Ich hoffe, wir werden in Zukunft gute und treue Freunde ſein!«

Von Herzen gern, erwiederte Fritz.Ich bin dir ſchon längſt gut, wenn ich auch nichts davon zu dir geſagt habe. Aber weißt du auch, daß ich nur ein ganz armer Taglöhnersburſch bin, während du der Sohn eines reichen Edelmannes biſt?«

Arm oder reich, adelig oder bürgerlich, ein braves Herz iſt immer des anderen werth,« verſetzte Rudolph mit Wärme.Und übrigens, wenn ich reich bin, ſo biſt du es auch, denn mit einem wahren Freunde theile ich gern mein Alles!

Danke, antwortete Fritz freundlich.Ich bin nicht ganz ſo arm, als du vielleicht denkſt, und ſelbſt wenn ich's wäre, würde ich mich ſchon durchſchlagen! Aber deine Freundſchaft nehme ich an mit dankbarem Herzen, denn ich habe ſie mir ſchon lange gewünſcht, ohne Hoff⸗ nung, daß dieſer Wunſch jemals in Erfüllung gehen könne. Und nun iſt es doch geſchehen! Wahrhaftig, ich bin ein wahres Glückskind! Da iſt es keine Kunſt, ſich ſogar fröhlich und heiter durchzuſchlagen!«

So wurde ein Freundſchaftsbund geſchloſſen, den die Zukunft nicht löſen, ſondern nur immer mehr befeſtigen ſollte. Je näher ſich Fritz und Rudolph kennen lernten, deſto höher lernten ſie einander ſchätzen und achten, und die gegenſeitige Zuneigung ſchlug immer tiefere Wurzeln in ihren Herzen.

Rudolph ſah natürlich ſehr bald, mit welchen Mit⸗ teln ſich Fritz forthelfen und durch die Welt ſchlagen

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