mit mir anzufangen? Ich bin ganz bereit, mich durch⸗
zuſchlagen, und beſſer, es geſchieht gleich, als ſpäter.
Wir ſind dann mit Einem Male fertig.“
Die älteren Schüler ſahen ſich verleten an, aber kein
Einziger bezeigte Luſt, den Kampf wieder aufzunehmen. Sie fluͤſterten ein Weilchen heimlich unter einander. Dann trat der Aelteſte von ihnen auf Fritz zu und bot ihm ſeine Hand. Fritz nahm ſie.
„Das heißt alſo, wir wollen Frieden halten,“ fragte er.
„Ja, das ſoll es heißen,“ verſetzte der Andere. „Wir freuen uns eigentlich Alle darüber, daß du im Kampfe mit Albert Sieger geblieben biſt, denn er hat uns ſchon lange genug tyranniſirt und brutaliſirt, auf eine Weiſe, die nachgerade faſt unerträglich wurde. Alſo biete ich euch Beiden, dir und Rudolph Zwingen⸗ berg, Frieden und Freundſchaft an.«
„Angenommen!“ erwiederte Fritz und ſchüttelte die Hand ſeines neuen Kameraden.„Von jetzt an ſoll bei uns Niemand mehr von einem Andern tyranniſirt wer⸗ den, und Alles ſoll fortan Frieden und Einigkeit ſein. Abgemacht! Und du, Albert, geh' nach Hauſe und waſche dich mit Eſſigwaſſer, denn wenn dich der Direc⸗ tor in dieſem Zuſtande ſieht, ſetzt es am Ende gar noch ein paar Tage Carcerſtrafe. Ich werde dich als unwohl melden und dabei keine Unwahrheit ſagen, denn zum Allerbeſten befindeſt du dich wohl gerade nicht.“«
Albert humpelte beſchämt davon. Als er fort war, trat Rudolph von Zwingenberg auf Fritz zu, ergriff ſeine Hand und drückte ſie mit wärmſter Herzlichkeit.
„Ich danke dir für deinen großmüthigen Schutz und Beiſtand,“ ſagte er mit Innigkeit.„Ohne dich hätte


