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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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wäre ein gränzenloſes Unglück für unſern gnädigen Herrn!«

»Mein einziges Kind iſt mir lieber, als alle Pferde in der Welt, gab die beſorgte Mutter zur Antwort, und hielt ihren Sohn ſo feſt, daß er nicht vom Platze weichen konnte. Fritz ſträubte ſich vergebens gegen die mütterliche Gewalt, bis jetzt plötzlich Lärmen und Ge⸗ ſchrei verriethen, daß der Feind mit den Dorfbewohnern in's Handgemenge gerathen ſein mußte. Man vernahm wildes Toſen und Fluchen, vermiſcht mit den Jammer⸗ lauten offenbar gemißhandelter Perſonen, die kläglich durch die finſtere Nacht erſchollen. Auf einmal rief eine Stimme:Fritz! Fritz! Um Gottes willen! Fritz Hal⸗ mer! Zu Hülfe!«

Da hoͤrſt du es, Mutter!« ſagte Fritz heftig. »Jedenfalls haben unſere Nachbarn mit den Franzoſen Streit bekommen, weil ſie die fremde Sprache nicht ver⸗ ſtehen, und es wird am Ende noch Mord und Todt⸗ ſchlag geben, wenn ich mich nicht dazwiſchen menge!«

Trotzdem hielt die Mutter ihn immer noch feſt, bis er ſich endlich mit einem kräftigen Rucke losriß, den nächſten Weg auf die Straße durch das Fenſter nahm, und ſo ſchnell ſeine Füße ihn tragen wollten, dem Schau⸗ platze des Getümmels zueilte.

Hier fand er denn ſeine Vermuthungen vollkommen beſtätigt. Ein Trupp franzöſiſcher Reiter hielt mitten auf der Straße vor dem Hauſe des Dorfſchulzen. Zwei oder drei von ihnen waren aus dem Sattel geſprungen, und fuchtelten mit ihren blanken Säbelklingen auf den Schulzen los, der ſich wie ein Wurm kruͤmmte, und ein mörderliches Schmerzensgeſchrei ausſtieß. Fritz wen⸗ dete ſich in franzöſiſcher Sprache dreiſt und keck an die

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