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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Soldaten, und fragte ſie, warum ſie denn den armen Mann ſo ſehr mißhaͤndelten, der ihnen doch nichts zu Leide gethan habe?

Die Franzoſen, als ſie die Klänge ihrer Mutter⸗ prache vernahmen, hielten ſofort mit der Mißhandlung des Schulzen inne, und machten ihrem Zorne nur noch durch verſchiedene Schimpfreden Luft, die viele Aehn⸗ lichkeit mit canaille, bougre, polisson u. dgl. m. hatten. Endlich brachte Fritz durch weiteres Fragen ſo viel heraus, daß die Franzoſen Nachtquartier im Dorfe halten wollten, Nahrung und Unterkunft für Mann und Roß, wenigſtens für eine Nacht, verlangten, und im Uebrigen die Dorfbewohner nicht weiter zu beläſti⸗ gen gedächten. Natürlich mußte ihnen wohl oder übel die gemachte Forderung bewilligt werden, und Fritz war nur froh, daß die Fremden kein Wort von dem Geſtüte des Gutsherrn erwähnten. Er gab dem An⸗ führer des kleinen Reitertrupps die Verſicherung, daß eiligſt und nach beſten Kräften für ihn und ſeine Leute geſorgt werden ſollte, was die Herren Franzoſen augen⸗ blicklich ſo weit beruhigte, daß ſte ihre Säbel wieder einſteckten, und das Weitere geduldig erwarteten. Fritz aber wendete ſich nun zum Schulzen, theilte ihm das Verlangen der Soldaten mit, und fand ihn bereit, ſie, ſo gut es eben gehen wollte, im Dorfe einzuquartieren. Mittlerweile hatten ſich ſo ziemlich ſante Hendah⸗ ner des Dorfes auf dem Schauplatze der Verhandlun⸗ gen eingefunden, und der Schulze konnte gleich auf der Stelle die Vertheilung der Mannſchaften vornehmen. In zehn Minuten war es geſchehen, und ein Jeder geleitete die ihm zugetheilten Soldaten nach ſeiner Huͤtte.