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Dies war richtig, und Fritz ſah es ein. Er machte Anſtalten, auf einer Leiter oben hinauf unter das Dach zu kriechen, wo er jede Nacht zu ſchlafen pflegte, als plötzlich Lärm im Dorfe entſtand, ein ſo ungewoͤhnlicher Lärm, daß Fritz von der Leiter wieder herunter und mit Einem Satze an das kleine Fenſter ſprang, und hinaus horchte.
„Das trabt und ſtampft ja, als ob alle Pferde aus den Schuppen ausgebrochen wären und auf das Dorf zukämen,“ ſagte er.»Aber das kann nicht ſein, und — horch,— das iſt Säbelklirren! Himmliſcher Hei⸗ land, wenn es die Franzoſen wären! Ich habe erſt heute noch mit unſerem Herrn Oberſt⸗Wachtmeiſter da⸗ von geſprochen.„Das wäre eine ſchöne Geſchichte!“
Das Traben von einer größeren Anzahl von Pfer⸗ den,— Fritz ſchätzte ſie mit geübtem Ohr auf minde⸗ ſtens dreißig Stück,— kam ſchnell näher; das Klirren von Säbelſcheiden und Sporen und Steigbügel erſcholl immer deutlicher, und jetzt ließ ſich auch der Klang einer Stimme im lauten Kommando⸗Tone unterſcheiden.
„Wahrhaftig, es ſind Franzoſen!« ſagte Fritz er⸗ ſchrocken.»Da muß augenblicklich der Herr Oberſt⸗ Wachtmeiſter benachrichtigt werden. Ich laufe nach dem Schloſſe, Mutter!“
„Nein, ich laſſe dich nicht fort,“ ſagte die geäng⸗ ſtigte Frau zitternd, und hielt den Knaben mit beiden Häanden feſt.„Wenn dir ein Unglück paſſirte, ich hätte den Tod davon!“
„Aber die Pferde, Mutter! Denke doch nur an die Pferde!« entgegnete Fritz faſt außer ſich.„Wenn ſie nicht geſchwind in Sicherheit gebracht werden, fallen ſie wohl gar den Franzoſen in die Hände, und das


