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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
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daß du jeden Tag herrlich und in Freuden leben kannſt!

»Närriſcher Junge! verſetzte die Mutter.Ich möchte wiſſen, wie du ſo viel Geld verdienen könnteſt!

»Abwarten, Mutterchen! Abwarten!« entgegnete Fritz.Jetzt ſieht's freilich nicht darnach aus, als ob und wenn! Aber Geduld! Man muß ſich durchſchla⸗ gen! Und wer das kann, tapfer und rechtſchaffen, dem muß zuletzt das Glück günſtig ſein!«

Ja, ja, ſchlage du dich nur durch die Welt, du Springinsfeld, antwortete die Mutter kopfſchüttelnd. Du wirſt bald genug inne werden, daß das leichter geſagt als gethan iſt.«

»Thut nichts, verſetzte Fritz.An Muth fehlt es mir nicht, und an Geduld und Ausdauer erſt recht nicht. Damit läßt ſich ſchon Etwas ausrichten!

Fritz hatte eine ſehr lebhafte Phantaſie, und erging ſich gern in ausſchweifenden Plänen für die Zukunft, wobei er die ſchönſten Luftſchlöſſer baute. Seine Mutter kannte das ſchon, und hoͤrte deshalb nicht viel auf ſein Ge⸗ rede hin. Sie nahm nicht entfernt Antheil an ſeinen Hoff⸗ nungen, deren geringſter Theil ſchon ihr ganz unmöglich zu verwirklichen ſchien. Der arme Pferdejunge, was konnte denn je in der Welt Beſſeres aus ihm werden, als allerhöchſtens einmal ein Pferde knecht.

»Weiter wirſt du es in deinem ganzen Leben nicht bringen, Fritz, ſagte ſie,und am Ende auch dahin nicht einmal. Rede nicht ſo viel dummes Zeug durch einander! Wir ſind arme Leute, und arme Leute wer⸗ den wir bleiben! Geh' auf deinen Strohſack, und ver⸗ ſchlafe den Unſinn! Morgen früh mußt du bei Zeiten wieder hinaus!

Man muß ſich durchſchlagen.