mir ſchon recht. Er iſt ein prächtiger Kerl, ſo voller Feuer und doch auch wieder ſo gehorſam, auf den Wink gehorſam, da möcht' ich ihm gern ein Vergnügen machen. Ich weiß, er frißt gern ein Stückchen Zucker.“
»Ja, ja, das thun die Leckermäuler alle gern,“ er⸗ wiederte der Oberknecht lachend.„Wir müßten eine Zuckerfabrik anlegen, wie ſie's in Frankreich gemacht haben, wenn wir ihren Appetit befriedigen wollten. Na, aber, von wegen des Kaninchens, da mag's einmal drum ſein. Da, nimm!“«
Er ſchloß einen Futterkaſten auf, der in einem be⸗ ſonderen Verſchlage neben dem Schuppen ſtand, und deutete auf einen Haufen kleiner Zuckerſtücke, der auf einem Brettchen neben anſehnlichen Hafer⸗Vorräthen lag. Fritz ließ ſich nicht zweimal nöthigen, ſondern nahm eine Handvoll Zuckerſtuͤcke, und ſteckte ſie in ſeine Taſche.
»Wirſt ſie hoffentlich nicht ſelber naſchen,“ ſagte Chriſtoph.
„»Ihr wißt wohl, daß ich ſo etwas nicht thue,“ er⸗ wiederte Fritz ein wenig empfindlich.„Ich habe meine Füllen viel zu lieb dazu, und beſonders den Ali.“
»Ja, ja doch! Brumme nur nicht gleich,« verſetzte der Oberknecht lächelnd.„Du biſt noch jung, und mußt lernen Spaß verſtehen von älteren Leuten. Aber halt! Noch eins, daß ich's nicht vergeſſe! Der gnädige Herr war vorhin hier, und hat ſich nach dir erkundigt. Du ſollſt nächſten Sonntag früh nach der Kirche zu ihm in's Schloß kommen.“
„Ich?“ ſagte Fritz ganz verwundert.
»Ja, du, Halmer's Fritz, in höchſt eigener Per⸗ ſon..


