Spruͤngen ein paar Mal um die ganze kleine Heerde herum. Dies war ein Signal für die Anderen. Die noch weideten, ließen ihre Mahlzeit im Stich, die müſſig ausgeſtreckt lagen, ſprangen ſtahlkräftig in die Höhe, und Alle drängten ſich um den Rappen, der jetzt plötz⸗ lich quer über die Wieſe hinwegſetzte, und in wenigen Minuten das noch geſchloſſene Gatterthor erreichte, durch welches man auf andere Wieſenplätze und ſchließlich zu den Schuppen gelangte. In bunteſtem Durcheinander ſetzte die ganze Truppe nach, und kam faſt gleichzeitig mit dem Führer an. Fritz folgte langſamer, und öff⸗ nete das Gatter. Dann ſchwang er ſich leicht auf den glatten Rücken des Rappen, und im Galopp ging es weiter bis zu den Schuppen, wo die Heerde mit Zuruf von den bereits harrenden Knechten in Empfang ge⸗ nommen wurde.
„Du kommſt heute fruͤher, als gewoͤhnlich, Fritz,“ ſagte der Oberknecht zu dem Knaben, der gewandt vom Rappen heruntergeſprangen war, und ihn mit einer Lieb⸗ koſung entlaſſen hatte.„Es iſt doch nichts Schlimmes paſſirt?« 23
„Nichts Schlimmeres, Chriſtoph, als daß ich ein paar Kaninchen gefangen habe, von dem ich Eins Euch bringen wollte,“ erwiederte Fritz.„Da ſind ſie! Sucht Euch das Beſte aus! Die beiden anderen ſind dann für meine Mutter.“
»Biſt ein guter Junge,“ ſagte der Oberknecht ſchmunzelnd, und betaſtete die Kaninchen, von denen er ſich nicht gerade das magerſte und kleinſte ausſuchte. „»Kann ich dir vielleicht auch einen Gefallen thun?« „Na,“ verſetzte Fritz,„wenn ich vielleicht ein paar Stüͤckchen Zucker für den Ali kriegen könnte, das wäre


