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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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dichtes Laubdach den köſtlichſten Schatten und labende Kühlung gewährte. Hierher hatten ſich die Fuͤllen vor der heißen Gluth des Sonnenbrandes zurückgezogen. Zum Theil weideten ſie gemächlich das hohe ſaftige Gras ab; zum Theil lagen ſie bequem niedergekauert im dichteſten Schatten, und pflegten nach genoſſener Mahlzeit der Ruhe.

Auf der knorrigen Wurzel einer der größeſten Eichen, mit dem Rücken gegen den Baumſtamm gelehnt, ſaß der erwähnte Knabe, und ſchaute nachdenklich, nicht auf die ſeiner Obhut anvertrauten Pferde, die derſelben auch nicht zu bedürfen ſchienen, ſondern hinüber nach dem Saume des Kiefern⸗Waldes, der ſich in einer dunke langen Linie vor ihm ausbreitete. Er betrachtete i mit Sehnſucht, und ſeine glänzenden Augen ſprach den innigſten Wunſch aus, über die Wieſe weg hinüber gehen zu können. 8

Aber nein! murmelte er endlich und ſchüttelte leiſen ſeinen Kopf mit den braunen, krauſen Locken.Der alte Herr könnte kommen, und dann wäre mir eine Tracht Prügel gewiß. Auch hat es am Ende noch Zeit bis zum Abend. Jetzt will ich lieber lernen, damit ich wieder ein Stück vorwärts komme.

Er ſprang auf, kramte ein wenig unter der Baum⸗ Wurzel herum, und brachte aus einer Art Höhle ein paar abgenutzte, deckelloſe Hefte zum Vorſchein. Eines davon ſuchte er aus, und ſetzte ſich damit an ſeinen vorigen Platz, nachdem er die übrigen Blätter wieder unter die Wurzel geſteckt hatte. Unmittelbar nachher war er mit Leib und Seele in den Inhalt des Heftes ver⸗ tieft und hatte keinen Blick mehr weder für ſeine Pferde,