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Man muß sich durchschlagen : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Untergebenen und Zugehörigen, denen er gern jede mög⸗ liche Wohlthat zugewendet hätte, wenn ſeine Verhältniſſe in beſſerem Stande geweſen wären. Aber das Haus vom Borne war zwar ein ſehr altes Haus, doch Reich⸗ thümer beſaß es nicht. Die dazu gehörigen Ländereien trugen eben nur ſo viel ein, daß die Familie vom Borne, die aus dem Hausherrn, ſeiner Gemahlin und einem Sohne beſtand, leidlich ſtandesgemäß leben konnte. Et⸗ waige kleine Ueberſchüſſe pflegte Junker Chriſtoph zu conſumiren, welcher als Lieutenant bei einem Preußi⸗ ſchen Regimente ſtand. Wir werden vielleicht ſpäter noch mehr von ihm zu erzählen haben. Vorläufig nur ſo viel von ihm, daß er ein richtiger und unverdorbener Zweig Derer vom Borne war, und in ſeinem Regiment den wohlverdienten Ruf eines braven Soldaten und gu⸗ ten Kameraden genoß.

Der alte Oberſt⸗Wachtmeiſter, an eine einfache und beſcheidene Lebensweiſe gewöhnt, geſtattete ſich nur einen einzigen Luxrus, den er aber auch zugleich als eine Quelle des Erwerbes zu benutzen verſtand, den Luxus mit ſchö⸗ nen Pferden. In ſeinen Ställen wieherten und ſtampf⸗ ten die prächtigſten Raſſepferde, die er ſelber auf den ausgedehnten grasreichen Wieſen zog, welche zu ſeinem Gute gehörten, und nicht vortheilhafter ausgenutzt wer⸗ den konnten, als eben durch die Pferdezucht. Die edlen Roſſe des alten Herrn vom Borne waren weit und

breit berühmt, wurden ſehr geſucht, und immer mit

ſchwerem Gelde bezahlt. Es war daher ganz natürlich, daß der alte Kavallerie⸗Offizier, der ſich, wie ſelten Einer, auf Pferde verſtand, ſein Geſtüt mit beſonderer

Liebe und Aufmerkſamkeit pflegte, und die lebhafteſte

Freude über das Gedeihen deſſelben empfand. Er war 3 1*