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Das große Loos : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ſpät geworden, ich muß fort, und außerdem drängt es mich, dem Vater die Geſchichte vom großen Looſe eben⸗ falls zu erzählen. Sie erlauben es doch, lieber Ge⸗ heimerath?

Georg hatte natürlich nichts dagegen einzuwenden, und gab dem Prinzen das Geleit bis an die Hausthür. Der Wagen mit den beiden Schimmeln hielt da noch, aber der Prinz ſtieg nicht ein, ſondern ging vorüber.

Aber mein Prinz, Sie vergeſſen.. ſagte Georg.

Was 2 Den Wagen!« »Ach den Wagen! Ja, das hätte ich faſt vergeſſen! Ich bitte Sie, ihn als einen Beweis meiner Freund⸗ ſchaft und Dankbarkeit anzunehmen. Fourage wird Ihnen aus den Marſtalle geliefert werden. Adieu, lieber Geheimerath! Adieu!«

Ehe Georg nur ein dankbares Wort für dieſe neue ihm zu Theil gewordene Ueberraſchung finden konnte, war der Prinz bereits verſchwunden und in das Portal des nahen Schloſſes geſchluͤpft. Gerührt und erfreut über ſo viele Güte ſah Georg ihm nach.

Befehlen der Herr Geheimerath, auszufahren?« fragte ihn jetzt der Kutſcher.

»Nein, mein Freund, antwortete Georg und fügte in komiſcher Verwirrung hinzu:Aber was ſoll ich nun mit dieſen herrlichen Geſchenke anfangen. Ich

Studier⸗Stübchen unterbringen?«

»Dafür iſt ſchon geſorgt, Herr Geheimerath, ſagte der Kutſcher.Durchlaucht haben befohlen, bis auf Weiteres die fürſtlichen Remiſen und Stallungen zu benutzen. Auch ich bin zu Ihrem Dienſte beordert, bis

kann doch Pferde und Wagen nicht in meinem kleinen