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rath auch nicht ein einziges Mal blicken läßt.“„Aber Ihr habt es ja gehört, Leute, daß er krank iſt,« ent⸗ gegnete Georg.
„Ja, die Krankheit kennen wir ſchon! Er hat das Angſtfieber!“ antwortete Einer.
„Und wenn auch,“ erwiederte Georg ganz gelaſſen —„um ſo mehr müſſen wir auf dem Paatze ſein! Ah, da bringt man wieder einen armen Patienten! Nun denn, friſch, Leute ans Werk! Wir müſſen ſehen, daß wir dem Tode hübſch entgegenarbeiten und ihm ſeine Beute entreißen.“
Und wieder ging er in den Kampf, und immer wieder, und immer unverdroſſen, immer bereitwillig und voll Eifer, und ſeine ſchönſten Augenblicke waren, wenn er einen Patienten, der noch eben dem Tode ſo nahe geweſen, geſund und kräftig aus dem Lazarethe wieder entlaſſen konnte.
So verſtrichen vier Wochen, und ſchwere Wochen waren es für unſeren Freund Georg geweſen. Schwere Tage und Nächte hatte er durchlebt, aber auch manche glückliche Stunde genoſſen! So manchen Vater, ſo manche Mutter hatte er gerettet, und ihren Familien den Verſorger, den Kindern die liebreiche Pflegerin er⸗ halten! Das war ein ſchöner Lohn der treu erfüllten Pflicht, und ein weiterer Lohn, das waren die dank⸗ baren, glänzenden Blicke, die ihn überall begrüßten, wo er ſich ſehen ließ. Er hatte ja ſo Vielen geholfen, und ſo Viele trugen ihm dafür ein dankerfülltes Herz entgegen..
Allmählig minderte ſich nun auch die Bößartigkeit der Krankheit, der Patienten wurden täglich weniger, und Georg ſelbſt glaubte die Seuche ſchon dem Erlö⸗


