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in Kaſſenanweiſungen auszahlen, ſteckte ſie in ſeine Taſche und machte Miene, ſich zu entfernen. Der Banquier hielt ihn aber noch zurück.
„Ich habe morgen eine kleine Geſellſchaft in mei⸗ nem Hauſe,“ ſagte er,—„es wäre mir angenehm, wenn auch Sie mir die Ehre Ihrer Gegenwart ſchen⸗ ken wollten. Abends um 7 Uhr, wenn's gefällig wäre.“
Richard, erröthend vor freudiger Ueberraſchung, nahm die Einladung dankbarſt an und verſprach, zur bezeichneten Stunde einzutreffen. Dann empfahl er ſich und eilte mit klopfendem Herzen nach ſeiner Wohnung zurück, um dem Freunde Georg ſein gutes Gluͤck zu verkündigen. Als ein ſolches betrachtete Richard die empfangene Einladung, denn er wußte, daß der reiche Banquier nur vornehme Geſellſchaft bei ſich ſah, und ſich in ſolchen Kreiſen bewegen zu können, war immer das höchſte Ziel ſeiner Sehnſucht geweſen. Georg hörte mit ſeinem gewöhnlichen ruhigen Lächeln die Mitthei⸗ lung ſeines Freundes an.
„Da wirſt du ja nicht wenig in Verlegenheit kom⸗ men, Richard,“ ſagte er.
„In Verlegenheit! Warum? Meinſt du, ich werde mich nicht angemeſſen zu betragen wiſſen?«
„Oh, daran zweifle ich nicht, rede auch gar nicht davon,« erwiederte Georg.„Ich meine nur— hier ſind noch fünf andere verſchiedene Einladungen auf morgen Abend, die ſämmtlich während deiner Abweſen⸗ heit eingelaufen ſind. Der Himmel weiß, wie ſchnell die Leute deinen Gewinn des großen Looſes und deine Wohnung erfahren haben. Früher fragte kein Menſch nach dir und mir, und jetzt— es iſt doch wunderbar, welche Macht ein bischen Geld auf die Leute auszu⸗
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