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üben vermag. Fünf Einladungen, Richard! und zwar in recht anſtändige und vornehme Häuſer. Da ſieh! Hier eine Karte zum Thée dansant bei einem Regie⸗ rungsrath; hier eine andere zum einfachen Thee bei einem Geheimenrath; hier eine dritte zu einer äſtheti⸗ ſchen Unterhaltung bei einem Herrn Präſidenten, und dieſe zwei endlich Einladungen zu Juſtizräthen. Ich ſehe ſchon, du wirſt bald ein Mann in der Mode ſein. Aaron Meier hat recht, alle Thüren ſtehen dir offen. Geld iſt ein guter Schuͤſſel, Richard.“
Richard wußte nicht recht, ſollte er ſich freuen oder ſich ärgern. Georg ſprach ſo ſpöttiſch. Doch überwand er ſchnell einen Anflug von Empfindlichkeit und erwie⸗ derte lächelnd:„Ich verſtehe dich ſchon, Georg! Du meinſt, alle dieſe Einladungen gelten nicht mir, ſondern nur meinem Gelde, und ich muß dir wohl darin bei⸗ ſtimmen. Aber was macht das aus! Es iſt einmal ſo in der Welt, daß Aeußerlichkeiten den Werth des Menſchen beſtimmen, und es wäre ein höchſt vergeb⸗ liches Bemühen, dagegen ankämpfen zu wollen. Kurz und gut, man ladet mich ein, ich nehme die Einla⸗ dungen an, ſo weit ſie mir paſſen, natürlich ohne einen beſondern Werth darauf zu legen, und vergnüge mich, ſo gut es gehen will. Jeder Andere an meiner Stelle, nur mein weiſer Freund Georg allenfalls ausgenom⸗
men, würde gerade ſo verfahren. Uebrigens gleichviel! Es handelt ſich ja nur um ein Jahr! Laß mir dieſes
eine Jahr meinen Willen; ſpäter werde ich dann dem deinigen folgen. Einſtweilen nimm Dies! Es iſt dein Antheil am Lotterie⸗Gewinn.“
Georg öffnete das Packet, welches Richard auf den Tiſch warf, und fand darin die vom Banquier ent⸗
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