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chard,„als Auskunft, wann ich die gewonnene Geld⸗ ſumme erheben kann.„Ich möchte das Geld bald haben, wenn es möglich iſt.“
„Sie können's haben jeden Tag, jede Stunde, jede Minute,“ ſagte Aaron Meier.„Zwar nicht von der Lotterie, denn die zahlt erſt aus in vierzehn Tagen, aber ſie brauchen nur zu gehen zum erſten beſten Ban⸗ quier, und er zahlt Ihnen ſo viel ſie wollen. Weiß doch ſchon die ganze Stadt Ihr großes Glück und werden Sie finden überall offene Thüren, wo Sie an⸗ klopfen, und offene Arme und offene Herzen.“
„Nun denn, ſo wollen wir ohne Verzug unſere Geſchäfte in Ordnung bringen,“ erwiederte Richard. „Beſorge eine Droſchke, Aaron!«
Dienſteifrig ſchoß der Alte davon und kehrte bald mit der verlangten Droſchke zurück. Richard ſtieg mit ihm ein und fuhr bei einem der bekannteſten Banquiers vor. Er hatte kaum ſeinen Namen genannt, ſo wurde er mit der größten Artigkeit und Zuvorkommenheit be⸗ handelt und ſogleich zum Chef des Hauſes geführt, welcher ihn ebenfalls mit der äußerſten Freundlichkeit empfing und bereitwilligſt auf Richards Wünſche ein⸗
ging. Richard händigte dem Banquier ſein Loos aus,
und dieſer eröffnete ihm dagegen einen Kredit auf fünf⸗ zigtauſend Thaler, welche er jederzeit erheben koͤnne. Richard benützte dieſen Kredit auf der Stelle, um dem
alten Aaron Meier ein bedeutendes Geſchenk zu ma⸗
chen, wofür ihm derſelbe allen Segen des Himmels und alle Reichthümer der Welt wünſchte, und nur mit Mühe abgehalten werden konnte, Richards Rockzipfel mit Küſſen zu bedecken. Dann, nach Verabſchiedung
Arons, ließ ſich Richard fünfundzwanzigtauſend Thaler


