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in dieſer das große Loos in deinem Sinne zu ge⸗
winnen ſuchen. So vereinigen ſich meine Neigungen
mit meiner Vernunft, und alle Befürchtungen, die du meinetwegen hegen könnteſt, werden ſich zuletzt als grundlos erweiſen.«
„Ich will es hoffen,« entgegnete Georg mit einem leiſen Seufzer.„Nur zweifle ich, wenn du erſt ein⸗ mal in den Strudel verwirrender Zerſtreuungen hinein geriſſen biſt, daß du Kraft genug haben wirſt, ihrem lockenden Einfluſſe ſpäter zu widerſtehen.“
„Das laß meine Sorge ſein, Georg,“ ſagte Richard
leicht hin.„Ich bin ja kein Kind mehr. Aber wie wär's, möchteſt du nicht wenigſtens dies eine Jahr enoch bei mir bleiben und meinem Beiſpiele folgen? Es würde mir eine große Freude ſein.“«
„Unmöglich, Richard,“ erwiederte Georg mit Ent⸗ ſchiedenheit.„Ich müßte ein ſolches Jahr zu den ver⸗ lorenen meines Lebens rechnen, und dies kann ich vor meinem Gewiſſen nicht verantworten. Ich reiſe!“
Vergeblich ſuchte Richard den Entſchluß ſeines Freundes zu erſchüttern, vergeblich bot aber auch Georg ſeine ganze Beredtſamkeit auf, Richard von dem Vor⸗ ſatze abzubringen, ein Jahr des Genuſſes und der Freude zu erleben. Den nutzloſen Beſtrebungen Beider wurde durch die Ankunft des alten Aaron Meier ein Ende gemacht, welcher noch ganz ſtrahlend vor Ent⸗ zuͤcken in das Zimmer eintrat.—
»Sie haben gewünſcht, ich ſoll erſcheinen bei Ihnen nach einer Stunde und da bin ich!“ ſagte er mit einem tiefen Bücklinge.„Jetzt befehlen Sie über mich. Was ſoll ich thun?«
»„Ich verlange nichts von Ihnen,“ erwiederte Ri⸗
Das große Loos. 3
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