nur, um dich zu trö
ſten, wenn deine Hoffnungen in Dunſt zerrinnen.“
»Oder auch, um dich mit mir zu freuen, wenn ein glücklicher Zug uns mit einem Goldregen überſchüttet,“ erwiederte Richard, und zog den Freund mit ſich fort, um nach dem Ziehungs⸗Saale zu eilen.
Sdie fanden ihn gedrängt voll von Menſchen, welche ebenfalls gekommen waren, um vielleicht die Verkün⸗ digung eines Gewinnes zu vernehmen. Aller Augen hafteten auf den Glücksrädern, aus welchen die Looſe und die Gewinne gezogen wurden, und mit Begierde lauſchte Jeder auf die Angabe der Nummern, welche durch einen Waiſenknaben laut ausgerufen wurden. Nummer auf Nummer, Gewinn auf Gewinn folgte. Dann und wann wurde die herrſchende Stille durch einen Ausruf des Jubels und Entzückens unterbrochen, wenn irgend ein Glücklicher hörte, daß ſein Loos her⸗ ausgekommen war. Aber dergleichen Unterbrechungen dauerten immer nur kurze Zeit, und immer von Neuem nahm die Ziehung ihren weiteren regelmäßigen Verlauf.
»Gottes Wunder, da ſind Sie ja auch,« ziſchelte eine gedämpfte Stimme in das Ohr Richards, welcher, wie alle übrigen Anweſenden, mit tiefer Aufregung dem Gange der Ziehung folgte.„Sie können ſich freuen, daß Ihre Nummer noch drinn ſteckt im Glücksrade, denn die hundert und die zweimalhunderttauſend Thaler ſind noch nicht heraus.“
Richard antwortete nicht, denn der Mund des Wai⸗ ſenknaben rief eben eine Nummer aus, welche ihn bis in's Herz hinein zuſammenſchrecken machte. »Nummer 10217!“ rief er.


