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„Dieſe Mittel werden dir nicht fehlen, wenn du nur ein paar Jahre Geduld haſt,“ antwortete Georg. „Mittlerweile entgehſt du den Gefahren, welche unver⸗ meidlich mit dem Beſitze des Reichthums verknüpft ſind und welchen gerade du bei deinem leichten Sinne am meiſten ausgeſetzt ſein würdeſt.“
„Gefahren? Ich ſehe da keine Gefahren,“ erwie⸗ derte Richard.„Viele tauſend Menſchen ſind reich und wiſſen von keiner Gefahr, ſondern leben recht behag⸗ lich und zufrieden.“
„Aber nicht umſonſt ſteht geſchrieben: Es iſt leich⸗ ter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher in's Reich Gottes komme!“« entgegnete Georg.
„Nun denn,“ erwiederte Richard ein wenig ſpöt⸗ tiſch,—„ich geſtehe, daß ich's mit Vergnügen darauf ankommen laſſen würde! Mit all deiner Weisheit wirſt du mich nicht davon überzeugen, daß gänzliche Armuth einigem Reichthume vorzuziehen ſei.“
„Wenn der Reichthum übel angewendet wird, ja, dann allerdings iſt Armuth vorzuziehen,“ ſagte Georg nachdrücklich und mit Entſchiedenheit.»Doch warum ſtreiten wir?« fügte er lächelnd hinzu.„Bis jetzt haben wir ja weder das Eine noch das Andere zu fürchten. Unſer Brod werden wir finden und Reichthuͤmer jeden⸗ falls entbehren können! Sprechen wir nicht mehr da⸗ von, Richard!“
„Ganz recht, ſprechen wir nicht mehr, ſondern gehen wir!“
„Gehen? wohin?«
„Nun, wohin anders, als nach dem Ziehungs⸗Saale! Thu' mir den einzigen Gefallen, und geh' mit, Georg!“
„Gut, ich will dir den Gefallen thun, wär' es auch


