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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Agenten Marbach, welcher ſein Anliegen ruhig anhörte und bereitwillig darauf einging.

Das trifft ſich ja recht gut,ſagte er.Der Arzt unſerer Geſellſchaft iſt gerade in meinem Hauſe gegen⸗ wärtig, und da Sie, wie Sie mir verſichern, Eile ha⸗ ben, ſo könnte er gleich auf der Stelle Ihren Geſund⸗ heitszuſtand unterſuchen, wenn Sie nur die Güte haben wollen, mir in mein Kabinet zu folgen, wo wir ganz ungeſtört ſind.

Aber ſollte denn das überhaupt nöthig ſein?« ver⸗ ſetzte der Canzleirath betreten.»Wie ich Ihnen mit⸗ theilte, bin ich ja erſt vor einiger Zeit ärztlich unter⸗ ſucht worden, als ich mich bei der Iduna verſichern wollte, und dieſe Geſellſchaft hat nicht den mindeſten Anſtand genommen, meine Verſicherung auf Grund des ärztlichen Zeugniſſes zu genehmigen.

Der Agent zuckte die Achſeln.

Ich bedaure ſehr, Ihnen ſagen zu müſſen, daß die damalige Unterſuchung für uns nicht beſtimmend ſein kann, erwiederte er.Erſtens iſt ſie nicht durch un⸗ ſern Arzt vorgenommen worden, und dann ſind ja ſeitdem mehrere Monate verſtrichen. Die Geſundheit eines Menſchen iſt eben ein ſehr ſchwankendes Ding. Es kann heute einer kerngeſund, und morgen ſchon eine Leiche ſein. Wenn Sie bei Ihrem Vorhaben beharren, ſo müſſen Sie ſich ſchon eine erneuerte Unterſuchung gefallen laſſen, mein beſter Herr.

Dem Canzleirath war bei dieſer ganz beſtimmten Anküͤndigung gar nicht wohl zu Muthe, denn er wußte ſehr gut, daß er in letzter Zeit vielfach gekränkelt hatte, und die unbeſtimmte Befürchtung, daß man ihn wohl gar abweiſen könne, bewirkte ein leiſes Fröſteln in ſei⸗