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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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führten prunkenden Inſchrift:Agentur der Londoner Lebens⸗Verſi ſcherungsgeſellſchaft. 4 8

In dieſes Haus hinein ging er, verlangte den Agen⸗ ten zu ſprechen, und theilte demſelben ſeine Abſicht mit, ſein Leben mit einigen tauſend Thalern bei der Ge⸗ ſellſchaft zu verſichern.

Dieſes alſo war der Entſchluß, den er in der ver⸗ gangenen ſchlafloſen Nacht gefaßt und der ihn am Morgen ſo heiter geſtimmt hatte. Er war endlich mit ſich ſelber und ſeinem Gewiſſen einig geworden. Schon nach dem Unglücke, das den braven Amtsboten Wag⸗ ner betroffen hatte, war er Willens geweſen, das Ver⸗ ſäumte nachzuholen; aber eine gewiſſe Scheu, welche er vor dem Agenten Kluge empfand, hatte ihn von einem bis zum andern Tage zögern laſſen. Dann hatte es wieder einmal an dem nöthigen Gelde gefehlt; dann war ſeine Kränklichkeit ſeinem Wunſche hindernd ent⸗ gegen getreten, und kurz und gut, obgleich ihn ſein Gewiſſen vielfach beunruhigt, hatte er die ganze Ange⸗ legenheit doch wieder auf die lange Bank geſchoben, bis die Nachricht von Meyerheimer's Bankrott und Krankheit ihn wie ein Donnerſchlag getroffen und mit einem Rucke ſein Gewiſſen aus dem Schlummer auf⸗ geſchreckt hatte, in den er es mehrfach faſt abſichtlich eingelullt..

»Morgen früh gehe ich zu einem Agenten, hatte er in vergangener Nacht zu ſich ſelbſt geſagt,aber nicht zu Kluge! Der würde mich nur heimlich auslachen, und mich innerlich verſpotten. Dieſen Triumph ſol er nicht über mich haben. Es gibt ja noch mehr Ver⸗ ſicherungs⸗Geſellſchaften, als dieIdunac. Verſuchen wir's mit der Londoner. Jetzt ſtand er nun vor dem