ler Anſtrengung, um den Ruin ſeines Hauſes abzu⸗ wenden, aber leider ohne Erfolg. Eine Unglücksbot⸗ ſchaft folgte der andern; Schlag auf Schlag erhielt er Nachricht von dem Sturze befreundeter Häuſer, denen er bedeutende Kredite gewährt hatte, und heute früh kam denn noch der letzte und unglücklichſte Schlag, der ihn gänzlich zu Boden ſchmetterte. Ein Banquier in Wien, den die ganze Welt für einen Millionär und für den rechtſchaffenſten Mann gehalten hatte, iſt bei Nacht und Nebel auf und davon gegangen, und hat durch ſeine Flucht alle ſeine Gläubiger in Verzweiflung geſtürzt. Er war Meyerheim's letzter Hoffnungsanker. Heute früh erhielt er durch den Telegraphen die Nach⸗ richt, daß auch dieſer letzte Anker gebrochen ſei, und nun war es aus mit ſeiner Standhaftigkeit. Der Blitz ſchmetterte ihn zu Boden. Er verfiel in eine wilde Raſerei. Ein Art Gehirnſchlag erfolgte, und nun liegt er da, eine jammervolle Beute der Verzweiflung. Ich ſage Ihnen, es iſt ſchrecklich, Canzleirath, den unglück⸗ lichen Zuſtand dieſes Mannes mit anzuſehen!«
„Und er hat wirklich Alles, ſein ganzes Vermögen verloren? der reiche Meyerheim?“
„Mehr, als das, er hinterläßt noch bedeutende Schulden, an deren Bezahlung natürlich nicht zu den⸗ ken iſt. Seine Frau und ſein Sohn, die noch vor vierzehn Tagen im Ueberfluſſe ſchwelgten und mit den Händen im Golde wühlen konnten, ſind heute Bettler, und müſſen von der Mildthätigkeit fremder Menſchen leben!«
„Barmherziger Gott, wie ſchrecklich!« ſagte leirath ſchaudernd.„Die unglückliche Fra Kind!«


