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Die Lebensversicherung : Eine ernste Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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ihm noch den Herrn Pfarrer und den Herrn Doctor, der meinem armen Mann die letzten Leidensſtunden er⸗ leichtert hatte, und Alle grüßten mich herzlich und freund⸗ lich. Ich mußte mich niederſetzen, und dann ſprach Herr Kluge zu mir, daß es ihn von ganzer Seele freue, mir eine Summe Geldes einhändigen zu können, die mir ohne Zweifel einen großen Theil meiner Sor⸗ genlaſt abnehmen würde. Dann nahm der Herr Pfar⸗ rer das Wort, und ſagte viel Gutes und Lobendes über meinen ſeligen Mann, und pries ihn, daß er ſo weiſe geweſen, noch bei ſeinen Lebzeiten die Zukunft ſeiner Familie ſicher zu ſtellen. Dann ſagte der Herr Doctor, wie ſehr es ihn gefreut und geruͤhrt habe, daß mein Mann ſo gefaßt und ruhig ſeiner irdiſchen Auf⸗ löſung entgegen gegangen ſei, daß er dieſe Faſſung und Ruhe zu großem Theile ſeiner ebens, Niſ herun zu danken gehabt, und daß dieſelbe in ſolcher Weiſe nicht nur ſeiner Familie, ſondern auch ihm ſelber zu einem wahren Segen gereicht habe. Nachher führte mich der Herr Kkuge an einen Tiſch, wo fünfhundert Thaler in blanken Gold⸗ und Silberſtücken aufgezählt lagen, und ſagte zu mir, das ſei Alles mein, und ich möge es als ein ſchönes Andenken an meinen verſtorbenen Mann betrachten und werth halten. Ach, Herr Rath, ich mußte weinen vor Freude! Nicht über das Geld, wahrhaftig nicht! ſondern darüber, daß mein Mann doch ſo ein guter, braver Familien⸗Vater geweſen war, und daß ich Seiner immer und allezeit in Liebe und Verehrung gedenken konnte. Ja, auch den Herren, die mir Glück wünſchten, ſtanden Thränen in den Augen, und ich ſah wohl, daß ſie Alle es herzlich gut mit mir mein⸗ ten. Da faßte ich mir denn auch ein Herz, und bat